Das Migranten Filmfestival EMIGRA

Das Leben von Migranten ist seit sechs Jahren das Hauptthema des EMIGRA Filmfestivals. Die Hauptedition des Festivals findet traditionell in der Warschauer Altstadt, im Kino Kultura statt. Über 1000 Besucher, welche rund 40 Filme gesehen haben, erfreuten sich im diesem Jahr am EMIGRA Festival. Seit drei Jahren finden außerdem ausländische Editionen in Vilnius, Lemberg, Berlin und Chicago statt. Um die unterschiedlichen Bedürfnisse unseres Publikums, dessen Alter und Interessen berücksichtigen zu können, wurde das Programm in thematische Blöcke eingeteilt. 2017 hat das EMIGRA Festival zum erneuten Mal den Erdball um quert, da Polen auch in den entferntesten Ländern leben. Auf das EMIGRA Filmfestival sind sowohl Amateure, als auch Profis eingeladen, die Dokumentarfilme, Spielfilme, Kurzfilme und Zeichentrickfilme mit dem Thema der Migration produzieren. Am Wettbewerb um die goldenen EMIGRA, dem Grand Prix des EMIGRA Filmfestivals, nahmen Filme teil, die im Ausland lebende Polen zeigten sowie Filme, die durch, im Ausland lebende, polnische Filmemacher realisiert worden sind. Auf der Eröffnung des dritten Festivals wurde der Film Secret Sharer vom Oscar Preisträger Peter Fudakowski (Großbritannien) gezeigt, welcher auf der Kurzgeschichte Der geheime Teilhaber von Joseph Conrad basiert. Das EMIGRA Publikum hatte die Gelegenheit die für das BBC gedrehten Dokumentarfilme Dostoyevsky’s travels und From Moscow to Pietushki with Benny Yepofeev, des polnischen Oscar Preisträgers Pawel Pawlikowski zu sehen und mit ihm darüber zu diskutieren. Für den wettbewerblichen Teil des EMIGRA Filmfestivals, der in über 100 polnischen und ausländischen Medien bekannt gegeben worden ist, sind über 40 Filme aus allen Kontinenten eingegangen. Die Jury Besetzung des EMIGRA Filmwettbewerbs Janusz Zaorski – Regisseur/Polen, Małgorzata Pieczyńska – Schauspielerin/Schweden, Bożenna Intrator – Drehbuchautorin/USA, Piotr Latałło – Kameramann/USA, Janusz Tylman – Komponist/Polen, Romuald Mieczkowski – Literat/Litauen, Bogusława Furga – Cutterin/ Filmhochschule in Lodz  und Alicja Zawadzka – Fotografin/Frankreich verlieht jährlich 8 EMIGRA Preise. Das EMIGRA Filmfestival 2017 erfreute sich an einem großen medialen Echo sowohl in Polen, als auch im Ausland. Über das Festival wurde in mehr als 70 polnischen Medien berichtet, davon in 15 Auslandsmedien. Die dritte Ausgabe des EMIGRA Filmfestivals zog den Durchbruch des Projekts mit sich, da es allgemein in Warschau zu einem bekannten Event wurde und nun einen Platz im polnischen Veranstaltungskalender einnehmen durfte. Die polnische Nachrichtenagentur PAP hat dank ihrem großen Interesse an unserem Projekt, aus eigener Initiative eine Pressemitteilung verfasst und sie in den größten polnischen Medien verbreitet. Die dritte Ausgabe des EMIGRA Filmfestivals wurde von der fachlichen Filmpresse ebenfalls sehr positiv anerkannt und resümiert. Eine Rezension des ausführlichen Verlaufs wurde in dem von dem polnischen Filmverband herausgegebenen Filmmagazin veröffentlicht.

EMIGRA ist ein Filmfestival, welches Polen aus der ganzen Welt zusammenbringt. Deswegen wollen wir mit EMIGRA an weitere Orte der Welt gehen. Ab diesem Jahr planen wir das Format des EMIGRA Filmfestivals zu erweitern, indem wir eine spezielle Edition in Berlin organisieren. Hierbei wollen wir ausländische Filmemacher, die ihre Filme auf das Thema Migration konzentrierten, zur Teilnahme an unserem Wettbewerb einladen.